
Eine Hommage an die griechische Cuisine, an die Kraft der Natur.
Meine erste Reise nach Griechenland und die Entdeckung der echten Naturküche.
Während dieser Reise nach Griechenland hat sich meine Vorstellungen von der dortigen Esskultur komplett verändert ja, ich würde sogar sagen: Sie hat meine bisherigen Bilder vom „typisch griechischen Essen“ regelrecht neu geschrieben.
Vor dieser Reise verband ich Griechenland vor allem mit dem, was man bei uns in vielen Restaurants bekommt: Gyros, frittierte Vorspeisen, vielleicht noch Moussaka. Lecker, keine Frage, aber auch schwer und oft weit weg von dem, was die Menschen in Griechenland wirklich täglich essen.
Doch dann war ich dort. Ich sass in kleinen Tavernen direkt am Meer, wurde in einfache Häuser eingeladen, wo man mich mit dem bewirtete, was gerade frisch aus dem Garten oder vom Markt kam. Und ich begann zu verstehen: Die griechische Küche ist im Kern einfach, ursprünglich, ehrlich und vor allem gesund.
Ich lernte Gerichte kennen wie Dolmadakia, kleine, mit Reis und Kräutern gefüllte Weinblätter. Ich kostete den echten griechischen Salat: Tomaten, Gurken, Oliven, Feta, Oregano und ein Schuss bestes Olivenöl und das war’s. Ich ass wärmende Eintöpfe und aromatische Suppen, und jedes Mal spürte ich: Das hier tut mir gut.
Aber eines hat mich besonders beeindruckt: die Cortas, so nennen die Griechen ihre Wildkräuter und Blattgemüse, die dort selbstverständlich zum Alltag gehören. Sie werden ganz schlicht zubereitet: Blätter wie Löwenzahn, Spinat oder Vlita (Amaranthblätter) werden kurz blanchiert und dann mit Olivenöl und frischem Zitronensaft serviert. Kein grosses Kochwerk. Kein Aufwand. Und doch ein Gericht, das so viel mehr ist als „nur Gemüse“.
Ich hätte nie gedacht, dass man so viele Nährstoffe auf einem einzigen Teller vereinen kann und das mit Zutaten, die man fast vor der Haustür findet.
Die Kraft der grünen Blätter, lass mich dir ein paar Wörter darüber schreiben, was sie so wertvoll macht?
Diese Wildkräuter und Blattgemüse sind echte Schätze für unsere Gesundheit. Sie liefern viele der Nährstoffe, die laut der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) in einer ausgewogenen Ernährung täglich enthalten sein sollten.
Vlita (Amaranthblätter)
Vlita ist mein persönlicher Favorit. Sein Geschmack ist mild, leicht nussig, mit einer feinen erdigen Note. Aber das Besondere sind seine inneren Werte:
– Reich an Eisen, wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport
– Kalzium und Magnesium für starke Knochen und gesunde Muskeln
– Vitamin C, das die Eisenaufnahme verbessert und das Immunsystem stärkt
– Antioxidantien, die unsere Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen
– Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen und lange satt machen
Vlita wirkt leicht harntreibend und unterstützt damit die Entgiftung des Körpers. In Griechenland gilt es als eines der gesündesten Wildgemüse. Es ist ein Grundnahrungsmittel, das Körper und Geist stärkt.
Löwenzahnblätter
Löwenzahn wird oft unterschätzt. Dabei ist er ein echtes Kraftpaket:
– Enthält Bitterstoffe, die Leber und Galle anregen und die Verdauung verbessern
– Reich an Kalium, das entwässernd wirkt und den Blutdruck regulieren kann
– Eine gute Quelle für Vitamin A und Vitamin K, wichtig für die Sehkraft, Haut, Schleimhäute und die Blutgerinnung
– Ebenfalls viele sekundäre Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend wirken
Die Griechen schätzen Löwenzahn als „Reiniger“ für den Körper, er gehört dort seit Jahrhunderten zur traditionellen Ernährung.
Spinat (jung geerntet)
Junger Spinat ist zart, mild im Geschmack und vielseitig einsetzbar. Er liefert:
– Viel Folsäure, die wichtig ist für die Zellteilung und besonders in Schwangerschaft und Wachstum unverzichtbar ist
– Eisen, wenn auch weniger gut verfügbar als in Vlita
– Vitamin C, Beta-Carotin und Vitamin K
– Ballaststoffe, die den Darm unterstützen
Junger Spinat ist leicht verdaulich und wird oft mit Kräutern kombiniert, um Gerichte frisch und aromatisch zu machen.
Warum diese einfachen Gerichte so gut tun?
Was mich so fasziniert hat: Diese einfachen Blättergerichte geben dem Körper genau das, was er braucht und nichts, was ihn belastet. Keine künstlichen Zusätze, keine leeren Kalorien. Stattdessen:
Vitamine und Mineralstoffe in ihrer natürlichen Form
Antioxidantien, die unsere Zellen schützen
Ballaststoffe, die den Darm gesund halten
Leicht verdauliche Energie, die den Körper nährt, ohne ihn zu überfordern
Die Griechen essen diese Blätter nicht, weil sie einem Ernährungstrend folgen sie essen sie, weil es Tradition ist. Weil sie spüren, dass sie ihnen gut tun.
Vergiss nicht … Die Natur liefert sie uns wir müssen nur zugreifen und Fight for your Body mit Genuss.
